Batteriezertifizierungen verstehen: CE, TÜV und UL

Was Beschaffungsmanager beim Import chinesischer Batterien überprüfen sollten – Zertifikatsumfang, Modellabdeckung und Nachweise für Werksaudits.

Batteriezertifizierungen verstehen: CE, TÜV und UL Zertifikate sind keine austauschbaren Aufkleber. Ein Ordner, der in der Angebotsphase vollständig erscheint, kann beim Zoll oder bei einer Prüfung durch den Energieversorger durchfallen, wenn Modellnummern, Nennspannungen oder Prüfumfänge nicht mit den physischen Einheiten auf der Palette übereinstimmen. Dieser Leitfaden erklärt, was beim Import von Blei-Säure-Batterien aus China zu überprüfen ist – ohne davon auszugehen, dass jedes Logo dasselbe bedeutet. ## CE-Kennzeichnung auf Batterien CE kennzeichnet die Konformität mit den geltenden EU-Richtlinien (häufig LVD und EMV für Batteriesysteme, die als Geräte verkauft werden, sowie RoHS für Stoffgrenzwerte). Für die Beschaffung: - Die **Konformitätserklärung** sollte den Hersteller, die Adresse und die Produktserie nennen - Die **Modell- oder Typenbezeichnung** muss mit Ihren Bestellpositionen übereinstimmen – „PT120-12“ und nicht eine allgemeine „12-V-AGM-Serie“ - **Spannung und Kapazität** auf dem Zertifikat sollten mit den Angaben auf dem Typenschild übereinstimmen CE ist für viele Produktklassen eine Selbstdeklaration des Herstellers, die durch Prüfberichte untermauert wird. Fordern Sie die zugrunde liegende Zusammenfassung des Berichts an, nicht nur eine einseitige Konformitätserklärung. ## RoHS-Konformität RoHS beschränkt den Einsatz von Blei, Quecksilber, Cadmium und ausgewählten Flammschutzmitteln in elektrischen Geräten. Blei-Säure-Batterien enthalten konstruktionsbedingt Blei – sie fallen unter bestimmte Ausnahmeregelungen, aber Kunststoffe, Etiketten und Anschlüsse müssen dennoch konform sein. Fordern Sie Folgendes an: - RoHS-Prüfbericht für nicht ausgenommene Komponenten - Erklärung, welche Ausnahmen des Anhangs für die Zelle gelten Eine Nichtübereinstimmung führt hier selten zu einer Lieferverzögerung, wird jedoch zunehmend bei ESG-Prüfungen von Unternehmen verlangt. ## TÜV-Berichte TÜV-Kennzeichnungen finden sich auf vielen Exportbatterien. Klären Sie: - **Geprüfte Norm** (z. B. IEC 60896 für stationäre Blei-Säure-Batterien) - Ob der Bericht die **komplette Batterie** oder nur die Zelle abdeckt - **Werksüberwachung** – ist das Zertifikat noch gültig, nicht abgelaufen? Bei Ausschreibungen für Telekommunikations- und Solar-EPC-Projekte fügen Sie der Konformitätsmatrix TÜV-PDFs mit hervorgehobenen Modellnummern bei. ## Feinheiten der UL-Zertifizierung Für nordamerikanische Projekte wird häufig eine UL-Zulassung verlangt. Bitte bestätigen Sie: - UL-Aktenzeichen und Kategorie - Ob die Batterie **gelistet** oder nur als **anerkannte Komponente** gilt - Temperatur- und Anwendungsgrenzen im Bericht Zollbehörden und zuständige Behörden (AHJs) können ein UL-Logo in Marketingbroschüren ablehnen, wenn das Modell auf der Palette nicht im UL-Zertifikat aufgeführt ist. ## ISO-Werkssystemzertifikate ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt) und OHSAS 18001 / ISO 45001 (Sicherheit) ersetzen keine Produktzertifikate, verringern jedoch das Auditrisiko. Sie belegen: - Dokumentierte Wareneingangskontrolle - Rückverfolgbarkeit vom Plattenlos bis zum fertigen Block - Korrekturmaßnahmen bei fehlgeschlagenen Linientests Unsere Produktionsstätten in Guangdong arbeiten nach diesen Systemen und verfügen zusätzlich über CE-, TÜV-, UL- und RoHS-Zertifizierungen auf Produktebene. ## Was Sie pro Bestellung in Ihren Compliance-Ordner aufnehmen sollten 1. Zertifikate als PDF-Dateien mit hervorgehobenem Modell und Spannung 2. Erste Seite des Prüfberichts mit Angabe der Norm und des Ausstellungsdatums 3. Sicherheitsdatenblätter (MSDS/SDS) für Transport- und Arbeitsschutzteams 4. Fotos der Werksinspektion, falls Ihre Richtlinien einen FAT-Nachweis erfordern 5. RoHS- und REACH-Erklärungen, sofern zutreffend Bündeln Sie die Unterlagen **pro Container**, nicht pro Projektjahr – die Inspektoren vergleichen die Seriennummernbereiche bei Erhalt mit den Unterlagen. ## Warnsignale bei der Lieferantenprüfung - Die Liste der zertifizierten Modelle ist vage („verschiedene Modelle“) - Das Ablaufdatum ist überschritten, ohne dass eine Verlängerung der Überwachung erfolgt ist - In der Werbung wird „UL-zertifiziert“ angegeben, aber das PDF zeigt nur die Zellbaugruppe - Weigerung, die Berichtsnummer zur Überprüfung anzugeben Ziehen Sie sich zurück oder verlangen Sie ein neues Muster mit aktualisierten Unterlagen, bevor Sie eine Großzahlung leisten. ## Übereinstimmung der Typenschilder vor Ort Vor der Installation stichprobenartig prüfen: - Nennspannung, Ah und Polaritätssymbol auf dem Typenschild - Werkscode und Datumsstempel - Anzugsmoment der Klemmen und Vorhandensein der Unterlegscheiben Wenn die Angaben auf dem Typenschild nicht mit den Zertifikaten übereinstimmen, unterbrechen Sie die Annahme und benachrichtigen Sie den Lieferanten – eine Fortsetzung der Installation erschwert die Gewährleistung. ## Häufig gestellte Fragen **Reicht die CE-Kennzeichnung für Großbritannien nach dem Brexit aus?** Für den Vertrieb ausschließlich im Vereinigten Königreich ist möglicherweise eine UKCA-Kennzeichnung erforderlich. Klären Sie den Zielmarkt mit Ihrem Compliance-Team ab. **Müssen Zertifikate übersetzt werden?** Der Zoll akzeptiert oft Englisch; lokale Behörden verlangen möglicherweise beglaubigte Übersetzungen – planen Sie die Vorlaufzeit ein. **Können wir ein Zertifikat für OEM-Produkte unter Eigenmarke verwenden?** OEM-Typenschilder müssen unter den Geltungsbereich des Zertifikats fallen, andernfalls ist möglicherweise eine neue Bewertung erforderlich. Besprechen Sie dies vor der Freigabe der Druckvorlagen. **Wie stellt Accubatterie die Unterlagen zusammen?** Auf Anfrage stellen wir Kopien bereit, die auf Ihre Bestellmodelle abgestimmt sind. Starten Sie eine [Konformitätsanfrage](/contact/) mit SKU-Liste und Bestimmungsland. Eine solide Dokumentation sichert die Marge bei Batterieprojekten. Überprüfen Sie den Geltungsbereich frühzeitig, fügen Sie Modelle ausdrücklich bei und ordnen Sie Zertifikate den Containernummern zu – nicht in einem einzigen gemeinsamen Ordner mit den nicht relevanten SKUs des Vorjahres.

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